Beratung für Patienten und Angehörige

Beratung für Patienten und Angehörige

1. PEER-Beratung - Von Betroffenen für Betroffene, Von Angehörigen für Angehörige

Peer – gegenseitige Hilfe und Unterstützung von Betroffenen

Es ist eine besondere Form der Genesungsbegleitung: Menschen, die selbst Erfahrung mit seelischen Krisen haben oder einen Angehörigen haben, der davon betroffen ist, unterstützen Betroffene mit ähnlichen Problemen auf ihrem Genesungsweg. Sie sprechen dieselbe Sprache wie die Betroffenen, wissen, wie sich Psychiatrie-Erfahrene fühlen und welche Hürden sie überwinden müssen.
Wir bieten zwei unterschiedliche Peer-Beratungen an: Die Betroffenen-Peer-Beratung und die Angehörigen-Peer-Beratung. Peer kommt aus dem Englischen und heißt so viel wie „gleichrangig“ oder „ebenbürtig“. Peer-Berater sprechen nicht nur aus eigener Erfahrung – sie haben eine spezielle Ausbildung absolviert.
Sie müssen Ihren Weg nicht ganz alleine gehen - manchmal tut es gut zu hören, dass andere Ähnliches erlebt haben.

Betroffenen-Peer-Beratung

Wir haben Erfahrungen im Umgang mit 

  •     Angst
  •     Depression
  •     Bipolaren Störungen
  •     Schizophrenie
  •     Psychosen
  •     Stimmen-hören
  •     Panikattacken
  •     Burnout
  •     Trauma
  •     Borderline etc.

Wir unterstützen Sie gerne, wenn Sie

  •     selbst Erfahrung mit Depressionen, Manien, Psychosen oder Persönlichkeitsstörungen haben
  •     mehr Struktur im Alltag brauchen
  •     Unterstützung von Menschen erfahren möchten, die Ihre Situation nachvollziehen können
  •     Rat suchen, reden wollen
  •     Orientierungshilfe benötigen
  •     sich nach Stabilität sehnen.

Unser Angebot

  •     Zuhören mit dem Hintergrund der eigenen Erfahrung
  •     Beistand in Krisensituationen
  •     mehr Informationen zu den vorhandenen Selbsthilfe- und Versorgungsstrukturen 
  •     Vermittlung in Selbsthilfe.

Die Peer-Beratung ist kein Therapieangebot.

Angehörigen-Peer-Beratung

Angehörigen-Berater ...

  •     haben viele Erfahrungen im Umgang mit eigenen betroffenen Angehörigen gesammelt
  •     haben eine Beraterausbildung
  •     kennen die Probleme im Umgang mit Betroffenen
  •     unterstützen Angehörige im Gespräch 
  •     suchen gemeinsam mit Ihnen Wege, Ihren Angehörigen auf dem Weg der Genesung zu unterstützen 
  •     helfen Ihnen dabei, gut auf sich selbst zu achten

Wenn Sie Angehörige mit einer psychischen Erkrankung haben und Unterstützung suchen, wenden Sie sich gerne an uns.
Die Ziele der Angehörigen-Berater

  •     Entlastung durch Aussprache in Krisensituationen 
  •     Informationen zur sozialen Situation, Perspektiven, Erkrankung
  •     Wahrnehmen eigener Grenzen fördern
  •     mehr Informationen auf Augenhöhe
  •     Vermittlung an geeignete Kontaktstellen

Gesprächsgruppe für Angehörige

Wir sind eine Gesprächsgruppe für Angehörige jeden Alters, deren Familienmitglieder von einer psychischen Erkrankung betroffen sind.
Die Gruppe findet immer 14-tägig von 18.00-19.30 Uhr in der Psychiatrischen Institutsambulanz statt und wird von Sylvia Mast und einem begleitenden Arzt geleitet.
Sollten Sie Interesse haben, bitten wir um Ihre telefonische Voranmeldung im Peer-Büro. (Gerne eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen)
    

Das gemeinsame Peer-Büro finden Sie im Haus C, 1. OG, Raum C.2.39, Tel.: 040 72554-1239 (ggf. Anrufbeantworter).   

Wiebke Junge
„Heilung ist für mich der Klebstoff zwischen den Zersplitterungen“

Tel.: 040 72554-1239
E-Mail: junge[at]bkb.info
Sprechzeiten: Donnerstag: 12:00-16:00 Uhr und nach Vereinbarung

Sylvia Mast
„Niemand kann glücklich sein, wenn er keine Gedanken der Zufriedenheit und des Glückes pflegt.“


Tel.: 040 72554-1239
E-Mail: mast[at]bkb.info
Sprechzeiten:   Montag: 14:00-16:00 Uhr und nach Vereinbarung
                         Dienstag: nach Vereinbarung

Gruppe: 14-tägig montags 18:00-19:30 Uhr. Bitte nur mit Anmeldung.

2. Suchtberatung

Kodrobs
Kodrobs

Sie überlegen, ob Sie zuviel Alkohol, Medikamente oder andere Drogen konsumieren? Hat Ihr Konsum möglicherweise etwas mit „Sucht“ zu tun? Leiden Sie vielleicht in diesem Zusammenhang auch unter anderen seelischen Problemen? Vermuten Sie bereits, dass Ihr Suchtmittelkonsum oder auch ihr Umgang mit Glücksspielen negative Folgen in der Familie, am Arbeitsplatz oder einfach für Ihr eigenes Wohlbefinden hat?

Wenn Sie eine dieser Fragen mit „Ja“ beantworten, sollten Sie den Kontakt zu uns suchen. Sie haben die Möglichkeit, in einem vertraulichen Gespräch mit einem Suchtberater der „Kodrobs Bergedorf“ über ihre Probleme zu sprechen. Mit Hilfe dieses Gesprächs können Sie herausfinden, ob Sie professionelle Hilfe benötigen. Wir erläutern Ihnen in diesem Fall auch, wie diese Hilfe aussehen könnte und was wir konkret für Sie tun können.
 

Beratung direkt in der Klinik

Gilbert Siegler, langjähriger Mitarbeiter der „Kodrobs Bergedorf“, kommt einmal in der Woche am Dienstag zwischen 13.30 Uhr - 15.30 Uhr in unsere Klinik und bietet individuelle Beratungstermine an. Wenden Sie sich bei Interesse an das Pflegepersoal oder die Ärztinnen und Ärzte auf ihrer Station. Selbstverständlich können Sie auch direkt in der Suchtberatungsstelle anrufen. Herr Siegler wird Sie dann am darauf folgenden Dienstag direkt in der Klinik aufsuchen.

Falls Sie länger im BKB behandelt werden, haben Sie auch die Möglichkeit mehrere Gesprächstermine wahrzunehmen. Nach Ihrer Behandlung in der Klinik, können Sie die Gespräche auch in der Suchtberatungsstelle „Kodrobs Bergedorf“ fortsetzen.

 

Telefon: 040 721 60-38, 040 721 60-39

3. Angehörigenschulung

Begleiten, schulen, unterstützen – wir helfen pflegenden Angehörigen

Begleiten, schulen, unterstützen – wir helfen pflegenden Angehörigen
Nahe Familienmitglieder werden plötzlich pflegebedürftig, müssen zu Hause versorgt und betreut werden. Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern und Sie auf mögliche Komplikationen vorzubereiten, begleiten, schulen und unterstützen wir Sie und bieten Ihnen in Kooperation mit der AOK Rheinland Hamburg und der Universität Bielefeld folgende Hilfen an:

  • Individuelles Pflegetraining am Patienten – ein frühzeitiges, schon im Krankenhaus beginnendes Hilfsangebot
  • Pflegetraining zu Hause - bis zu 6 Wochen nach der Klinikentlassung
  • Kostenlose Pflegekurse an 3 Tagen, im wöchentlichen Abstand für jeweils 3 Zeitstunden
  • Monatliche Gesprächskreise (Angehörigencafe) noch im Aufbau

Unsere Unterstützungsleistung kann selbstverständlich keine professionelle Pflege ersetzen – aber sie kann mit dazu beitragen, die anstehenden Aufgaben zu erkennen, die Pflegezukunft zu gestalten und so gut wie möglich zu bewältigen.

Das erwartet Sie in unseren Pflegetrainings
  • Vorbereitung auf die veränderte häusliche Situation
  • Theoretische Vermittlung von Grundkenntnissen in der Pflege (Mobilisation, Nahrungsaufnahme, Inkontinenz, Körperpflege)
  • Praktische Übungen zur pflegerischen Versorgung (Mobilisation in und am Krankenbett, Anreichen von Nahrung, Hilfe bei der Körperpflege, Wechsel von Inkontinenzmaterial)
  • Erlernen von rückenschonenden Pflegetechniken
  • Unterstützung bei der Wahl von Hilfsmitteln und der Umgang damit
  • Beratung zur Wohnraumanpassung
  • Tipps zur eigenen Entlastung und Stressbewältigung 
  • Hilfe beim Aufbau eines Pflegenetzwerkes (ambulante Dienste, Pflegestützpunkt, Selbsthilfegruppen)
  • Individuelle Themen nach Absprache
Kostenlose Pflegekurse für Angehörige und alle Interessierten

Urda Hittmeyer und Matthias SchulzIn regelmäßigen Abständen bieten wir kostenlose Pflegekurse an. Sie sind in drei Sequenzen à jeweils vier Unterrichtsstunden gegliedert. Daran teilnehmen können alle, die sich entschieden haben, die Pflege eines Angehörigen zu übernehmen oder die sich auf eine solche Situation schon im Vorfeld vorbereiten möchten. Ziel der Pflegekurse: Wir möchten Ihnen zum einen pflegerische Kompetenzen vermitteln. Sie lernen bei uns aber auch, die neue Lebenssituation zu reflektieren, die innerfamiliären Strukturen zu stärken und ein Pflegenetzwerk zu entwickeln – damit Sie Ihre veränderte Lebenssituation so gut wie möglich meistern. 

Wer kann an den Kursen teilnehmen

An den Kursen können teilnehmen:

  • Pflegende Angehörige
  • Weitere Familienmitglieder
  • Interessierte, die sich auf eine Pflegesituation vorbereiten möchten

 

Die wichtigsten Informationen

Ort: Bethesda Krankenhaus Bergedorf, Glindersweg 80, 21029 Bergedorf

Dauer: 12 Unterrichtsstunden – gegliedert an drei Kurstagen mit je drei Zeitstunden

Die Termine werden rechtzeitig vorher auf unserer Internetseite www.klinik-bergedorf.de unter „Veranstaltungen“ und in der Presse bekanntgegeben. Bitte melden Sie sich telefonisch an:

 

Telefon: 040 72554–1333

E-Mail: hittmeyer@bkb.info