Geriatrie-Chefarzt PD Dr. Rösler überreicht „Bethesda Forschungspreis“

Die Geriatrie (Altersmedizin) spielt in unserem Leben eine immer wichtigere Rolle: Die Menschen werden deutlich älter und bedürfen im Krankheitsfall einer altersangepassten Behandlung. Die Patienten der Geriatrie sind meist älter als 65 Jahre, leiden oft an Mehrfacherkrankungen, weisen einen hohen Grad an Gebrechlichkeit auf und benötigen in der Regel auch soziale Unterstützung. Das macht die Geriatrie zu einer – in der Bevölkerung immer noch unterschätzten – Spezialdisziplin.
Körperliche, geistige, funktionale und soziale Aspekte müssen bei der Behandlung akuter und chronischer Krankheiten von älteren Patienten berücksichtigt werden und erfordern eine ganzheitliche Therapie, wobei neben der Behandlung des akuten Problems die Rehabilitation eine wesentliche Rolle für den Behandlungserfolg spielt.
PD Dr. med. Alexander Rösler, Chefarzt der Klinik für Geriatrie am Bethesda Krankenhaus Bergedorf, ist im Vorstand des Wissenschaftsforums Geriatrie (WfG), einem Zusammenschluss von wissenschaftlich interessierten und aktiven Geriatern in Deutschland. Das seit 2014 bestehende Wissenschaftsforum verleiht in diesem Jahr erstmals den von der Evangelischen Stiftung Bethesda finanzierten „Bethesda Forschungspreis des Wissenschaftsforums Geriatrie“.
Mit dem mit 1.000 Euro dotierten Preis werden in den letzten zwei Jahren veröffentlichte Arbeiten oder abgeschlossene medizinische Promotionen mit klarem Bezug zur Altersmedizin ausgezeichnet. Stifter ist die Evangelische Stiftung Bethesda aus Hamburg-Bergedorf. Ausschreibungsbedingungen unter: https://www.wfg.de/.
Ausgezeichnet wird nach Beratungen einer Fachjury der junge Wissenschaftler Dr. med. Markus Alexander Hobert aus Kiel für seine Dissertation mit dem Titel „The association of cognitive flexibility with prioritization and gait: A cross-sectional cohort study in healthy older adults“.
Seine Arbeit in der Gruppe von Professor Dr. Walter Maetzler weist darauf hin, wie wichtig kognitive Flexibilität bei älteren Personen für das Gehen unter herausfordernden Geh-Situationen ist. Defizite in der Priorisierung und der Anpassung des Gehens an situative Erfordernisse erscheinen als wichtige Mechanismen für Gangstörungen und Stürze beim älteren Menschen.