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13. Juli, 18:00 Uhr: Bethesda Patientenforum "Blutkonserven - Rettung oder Risiko?"

Eine Operation, ein Unfall oder eine schwere Verletzung – brauchen Patienten eine Bluttransfusion, kämpfen die Ärzte immer wieder gegen bestehende Vorurteile. Dr. Sven Brandt, Oberarzt der Abteilung für Anästhesie und Transfusionsverantwortlicher im Bethesda Krankenhaus Bergedorf, spricht beim Bethesda Patientenforum zum Thema „Blutkonserven – Rettung oder Risiko“. Eine Angst nimmt er den Patienten schon vorab: „Das Risiko, sich durch eine Blutkonserve mit HIV oder Hepatitis C anzustecken, liegt bei 1: 16 Millionen. Im Vergleich dazu ist die Gefahr, vom Blitz getroffen zu werden, dreimal höher! Das Infektionsrisiko ist also vernachlässigbar klein.“
Aber es gibt andere Komplikationen, wie zum Beispiel die Unverträglichkeit einer Konserve. Um diese Gefahren so weit wie möglich auszuschalten, wird die Verträglichkeit der Blutkonserve genau getestet. Dr. Brandt: „Bei allen geplanten Operationen, bei denen nur zu 10 % das Risiko besteht, dass Fremdblut gebraucht wird, stellen wir die entsprechenden, genau geprüften Blutkonserven schon vor dem Eingriff bereit.“ Für Notfälle, bei denen es auf jede Minute ankommt und keine Zeit für die Untersuchung der Verträglichkeit bleibt, liegen im Bethesda Krankenhaus rund um die Uhr Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe Null und dem Rhesusfaktor Negativ bereit – Notfallkonserven, die jeder Patient, egal welche Blutgruppe er hat, verträgt.
Eine Sorge bleibt jedoch: Die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung sinkt, der Bedarf von Blutkonserven steigt. Alle wissenschaftlichen Versuche, das rettende Fremdblut im Labor herzustellen, sind gescheitert. Deshalb der dringende Appell von Dr. Brandt: „Wer gesund ist, sollte einmal im Jahr zum Blutspenden gehen. Er kann damit Leben retten!“ Das Bethesda Patientenforum ist am Donnerstag, 13. Juli 2017 im Konferenzraum 1 im Bethesda Krankenhaus Bergedorf, Glindersweg 80. Beginn: 18:00 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich
 

Ausgezeichnet: Chefarzt Prof. Dr. Sailer zum 5. Mal TOP-Mediziner

Bundesweite Auszeichnung für Prof. Dr. Marco Sailer (55): Der Chefarzt der Klinik für Chirurgie und Ärztlicher Direktor am Bethesda Krankenhaus Hamburg-Bergedorf, ist zum fünften Mal in Folge in die FOCUS-Bestenliste der Top-Mediziner Deutschlands aufgenommen worden. Prof. Dr. Sailer, über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt für seine von ihm und seinem Team entwickelten hoch spezialisierten Operationsverfahren speziell in der Darmchirurgie und Proktologie, zählt damit zu den 80 Top-Bauchchirurgen Deutschlands. Fünfmal in unmittelbarer Folge in dieser populären Bestenliste geführt zu werden, ist eine besondere Auszeichnung, die ausschließlich Medizinern vorbehalten ist, die nachhaltig von Kollegen und Patienten weiterempfohlen werden.
Das Spezialgebiet des Viszeralchirurgen Prof. Dr. Sailer ist die Behandlung von gutartigen und bösartigen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Insbesondere Patienten mit Darmkrebs kommt seine Erfahrung zugute, denn durch seine speziellen Techniken und Verfahren können bei Enddarm-Operationen oft der Schließmuskel erhalten und damit ein künstlicher Ausgang vermieden werden. Patienten aus ganz Deutschland suchen seinen Rat. Zahlreiche Bauchoperationen leistet Prof. Dr. Sailer zusammen mit seinem Team aus 15 Ober- und Assistenzärzten jährlich am Bethesda Krankenhaus Bergedorf.
Ständige Fortbildungen, Veröffentlichungen und die Ausbildung der Nachwuchsmediziner der Universität Hamburg tragen zur stetigen Weiterentwicklung der Klinik für Chirurgie am Bethesda Krankenhaus Bergedorf bei. Prof. Dr. Sailer: „Gerade erst wurde unser neuer OP-Trakt mit jetzt vier hochmodernen Operationssälen fertiggestellt, die angegliederte, komplett klimatisierte Intensivstation wurde auf 22 Betten erweitert und ist auf dem medizinisch-technisch modernsten Stand. Bei aller Technik steht bei uns aber immer der Patient im Mittelpunkt – gerade bei so bedeutenden Eingriffen wie in der Tumorchirurgie zählen das vertrauensvolle Miteinander und die einfühlsame Pflege ebenso wie unsere hochmodernen Operationsverfahren.“ 
 

22. Juni, 18:00 Uhr: Patientenforum: Macht der Gefühle

Glück, Freude, Angst, Schamgefühl - Gefühle begleiten uns durchs Leben. Sie können uns euphorisch machen, aber auch lähmen. Es ist wichtig Gefühle zuzulassen, sich dabei aber zu beobachten und auch mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Dr. Claas Happach, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Bethesda Krankenhaus Bergedorf, weiß, welche Macht Gefühle über uns haben: „Ein Beispiel dafür ist der „Enkeltrick“: Gerade ältere Menschen fallen im Überschwang des Glücks, dem eigenen Enkel helfen zu können, auf Kriminelle rein und überlassen ihnen oft große Geldbeträge.“ Auch wer frisch verliebt ist, fällt nicht selten Entscheidungen, die ihm später leidtun. Andere wieder haben so große Angst vor Krankheiten, dass sie aus dieser Furcht heraus zu keiner Vorsorgeuntersuchung mehr gehen. Und auch Schamgefühl kann eine große Macht über Menschen haben: Wer zum Beispiel ahnt oder sogar weiß, dass er Probleme mit Alkohol hat, schämt sich oft, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen und schadet sich damit sehr. Ein wichtiger Rat von Psychiater und Chefarzt Dr. Happach: „Man sollte sich selbst aufmerksam beobachten und auch auf seine Mitmenschen achten. Wenn Angehörige oder Freunde viele gefühlsbedingte, unvernünftige Entscheidungen fällen, sollte man versuchen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.“ Wer niemanden zum Reden hat oder sich nicht traut, sich Freunden und Angehörigen gegenüber zu öffnen, findet in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Bethesda Krankenhaus Bergedorf Hilfe. „Dafür muss man nicht gleich ins Krankenhaus gehen – erste Ansprechpartner können zum Beispiel unsere ausgebildeten Peer-Berater sein, die Angehörigen- und Betroffenen-Sprechstunden anbieten,“ empfiehlt Dr. Happach. Wer Interesse hat, erfährt mehr zu diesem Thema beim Bethesda Patientenforum am 22. Juni 2017 um 18 Uhr im Konferenzraum 1. Dr. Happach spricht dann zum Thema „Die Macht der Gefühle – sich selbst beobachten und Hilfe finden“. Im Anschluss an seinen Vortrag steht Dr. Happach für persönliche Fragen zu Verfügung. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.