22. Juni, 18:00 Uhr: Patientenforum: Macht der Gefühle

Glück, Freude, Angst, Schamgefühl - Gefühle begleiten uns durchs Leben. Sie können uns euphorisch machen, aber auch lähmen. Es ist wichtig Gefühle zuzulassen, sich dabei aber zu beobachten und auch mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Dr. Claas Happach, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Bethesda Krankenhaus Bergedorf, weiß, welche Macht Gefühle über uns haben: „Ein Beispiel dafür ist der „Enkeltrick“: Gerade ältere Menschen fallen im Überschwang des Glücks, dem eigenen Enkel helfen zu können, auf Kriminelle rein und überlassen ihnen oft große Geldbeträge.“ Auch wer frisch verliebt ist, fällt nicht selten Entscheidungen, die ihm später leidtun. Andere wieder haben so große Angst vor Krankheiten, dass sie aus dieser Furcht heraus zu keiner Vorsorgeuntersuchung mehr gehen. Und auch Schamgefühl kann eine große Macht über Menschen haben: Wer zum Beispiel ahnt oder sogar weiß, dass er Probleme mit Alkohol hat, schämt sich oft, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen und schadet sich damit sehr. Ein wichtiger Rat von Psychiater und Chefarzt Dr. Happach: „Man sollte sich selbst aufmerksam beobachten und auch auf seine Mitmenschen achten. Wenn Angehörige oder Freunde viele gefühlsbedingte, unvernünftige Entscheidungen fällen, sollte man versuchen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.“ Wer niemanden zum Reden hat oder sich nicht traut, sich Freunden und Angehörigen gegenüber zu öffnen, findet in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Bethesda Krankenhaus Bergedorf Hilfe. „Dafür muss man nicht gleich ins Krankenhaus gehen – erste Ansprechpartner können zum Beispiel unsere ausgebildeten Peer-Berater sein, die Angehörigen- und Betroffenen-Sprechstunden anbieten,“ empfiehlt Dr. Happach. Wer Interesse hat, erfährt mehr zu diesem Thema beim Bethesda Patientenforum am 22. Juni 2017 um 18 Uhr im Konferenzraum 1. Dr. Happach spricht dann zum Thema „Die Macht der Gefühle – sich selbst beobachten und Hilfe finden“. Im Anschluss an seinen Vortrag steht Dr. Happach für persönliche Fragen zu Verfügung. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.